Chronologie der Gedenkstätte

Stahlplatte »will nicht narben«,
Gertrud Riethmüller

2020

7. März: Die Initiative Neue Bremm stellt eine mehrseitige Broschüre als Dokumentation der Reden anlässlich der Eröffnung des IV. Bauabschnitts der Gedenkstätte vor.

 

 

2019

2. November: Vorstellung der überarbeiteten Buchausgabe von Elisabeth Thalhofers grundlegender Forschungsarbeit über die Geschichte des Gestapo-Lagers Lager Neue Bremm

 

 

2018

21. Oktober: Offizielle Eröffnung des IV. Bauabschnitts der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm. Es sprechen der Ministerpräsident des Saarlandes, der Präsident des Landtages des Saarlandes, der Minister für Bildung und Kultur des Saarlandes, die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken, sowie Vertreter der Initiative Neue Bremm.

 

 

2017

November: Beginn der abschließenden IV. Baumaßnahme an der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm

 

 

2008

23. Oktober: Präsentation des neuen Internetauftritts in Anwesenheit von Frau Dr. Susanne Reichrath, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur.

 

 

2007

5. Mai: »Lange Nacht der Gedenkstätte« mit Führungen, Gesprächsrunden und der Aufführung des Theaterstückes »Spiel an der Grenze« von Gabriele Bernstein.
Einweihung zusätzlicher Informationstafeln zur Kennzeichnung der ehemaligen Barackenstandorte.

 

 

2004

13. Januar: Erster Spatenstich zur Neugestaltung der Gedenkstätte Neue Bremm.

8. Mai: Eröffnung der neu gestalteten »Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm«
in Anwesenheit des Ministerpräsidenten und zahlreicher Überlebender des Lagers.

 

 

2002/2003

Planung der Neugestaltung durch die Initiative Neue Bremm, finanziert durch Bund, Land und Landeshauptstadt Saarbrücken, sowie Sach- und Geldspenden.

 

 

2000/2001

Beschluss der Landeshauptstadt Saarbrücken, die Fundamente der Baracken ausgraben zu lassen.

13. Januar: Auslobung eines Ideenwettbewerbs zur Neugestaltung der Gedenkstätte durch die Initiative Neue Bremm.

8. Mai: Aus 136 Beiträgen aus dem In- und Ausland kürt die Jury das Konzept »Hotel der Erinnerung« der Berliner Architekten Nils Ballhausen und Roland Poppensieker zum Siegerentwurf.

 

 

1999

Projekte der Hochschule für Bildende Künste Saar:
Gertrud Riethmüller: »Performance«
Installation der Stahlplatte »will nicht narben« in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte.
Sandra Anstätt und Rolf Giegold: »Telematische Skulptur/ Wetterfernsehen«.

Übertragung von Live-Bildern von der Gedenkstätte zu verschiedenen Standorten in Saarbrücken.

 

 

1998

Herbst: Gründung der »Initiative Neue Bremm« als Zusammenschluss von Saarbrücker Bürgerinnen und Bürgern mit der Zielsetzung einer Neugestaltung der Gedenkstätte.

 

 

1997

11. November: Würdigung des 50. Jahrestages der Gedenkstätte durch die saarländische Öffentlichkeit in Anwesenheit ehemaliger Häftlinge.

 

 

1994

Juni: Einrichtung des Arbeitskreises »Neugestaltung KZ-Gedenkstätte Neue Bremm« durch die Landeshauptstadt Saarbrücken. Die Planungen scheitern an der Finanzierung.

 

 

1991

Errichtung von drei doppelseitig beschrifteten Tafeln mit Informationen über die Entstehung des Lagers und über das Schicksal seiner Opfer einschließlich einer Liste der Ermordeten.

 

 

1985

8. Mai: Erstmals wird eine deutschsprachige Erinnerungstafel auf der Gedenkstätte aufgestellt.
Einweihung einer Stele mit der Aussage eines Häftlings als Teil des binationalen “Parcours de la Paix” zum nahe gelegenen jüdischen Friedhof und zu den Spicherer Höhen.

 

 

1984

März: Erste Dokumentation über die Geschichte des Lagers Neue Bremm durch das Buch »Neue Bremm. Ein KZ in Saarbrücken« von Raja Bernard und Dietmar Renger.

 

 

1978

November: Aktionswoche des Landesjugendrings Saar und der VVN auf dem Gelände des ehemaligen Männerlagers für eine würdige Gestaltung der Gedenkstätte.
Öffentliche Proteste gegenüber den heruntergekommenen Zustand der Gedenkstätte werden laut.

 

 

1977

Der Landesjugendring Saar veranstaltet erste pädagogische Workcamps für Jugendliche.
Das Lager Neue Bremm wird als Station auf den Alternativen Stadtrundfahrten der Vereinigung der Verfolgten des NS-Regimes (VNN) und dem Bund der Antifaschisten (BdA) Saarland aufgenommen.

 

 

1975

1. März: Eröffnung des Hotels „Novotel“, errichtet auf dem Gelände des ehemaligen Frauenlagers.

 

 

1960er-Jahre

In dieser Zeit setzt sich vor allem die »Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN)« für die Bewahrung des verbliebenen Lagergeländes ein und mahnt ständig bei den zuständigen Behörden die Pflege der Gedenkstätte an. Die Autobahn A 6 wird gebaut. Teile der Gedenkstätte müssen dem Zubringer und der veränderten Straßenverkehrsführung weichen. Erschließung der Umgebung als Gewerbegebiet – wiederum Beschneidung und Verkleinerung des Gedenkstätten-Geländes. Am Ort des ehemaligen Frauenlagers wird ein Hotel errichtet.

 

 

1957

1. Januar: Nach dem Referendum von 1955 wird das Saarland als elftes Bundesland an die Bundesrepublik Deutschland angegliedert. Die Gedenkstätte spielt in der Öffentlichkeit eine zunehmend geringere Rolle.

 

 

1947

11. November: Einweihung der Gedenkstätte durch den französischen Militärgouverneur Gilbert Grandval in Anwesenheit von ehemaligen Häftlingen sowie den Vertretern der französischen Militärregierung und des Saarländischen Landtages.

 

 

1946

15. März – 7. April: Die Ausstellung »Hitlers Verbrechen« im Saarland Museum zeigt auch Bilder vom Lager Neue Bremm.

 

 

1945

Die Baracken verschwinden.
Unklar ist, ob sich die Bevölkerung hierbei mit Baumaterial und Brennstoffen versorgte oder ob eine behördliche Anordnung für den Abriss vorlag.

 

 

1944

November: Das Lager wird aufgelöst und die Inhaftierten werden auf mehrere Standorte verteilt:
die Itzenplitz-Schule und die Hans-Schlemm-Schule in Heiligenwald, sowie das Lager für russische Zwangsarbeiter am Mellin-Schacht in Sulzbach. Die Bevölkerung nutzt die leerstehenden Holzbaracken als Brenn- und Baumaterial.

 

 

1943

Die Gestapo in Saarbrücken nutzt das Lager Neue Bremm wegen Überfüllung der Gefängnisse als – in der Tarnsprache des Nationalsozialismus so genanntes – “Erweitertes Polizeigefängnis”.

 

 

1940-1942

Auf dem ehemaligen Exerzierplatz unweit der Spicherer Höhen wird ein Barackenlager für französische Kriegsgefangene errichtet.

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